Mietenexplosion, Verdrängung, Kündigungen, Leerstand – Ständig setzen sich Vermieter*innen mit ihren ökonomischen Interessen durch und treiben mehr und mehr Menschen aus ihrem Zuhause, aus der Stadt oder in den Ruin.
Die meisten Menschen stehen dieser Entwicklung ohnmächtig gegenüber. Der Grund dafür: Wohnraum ist Ware. Dass Menschen nur gegen regelmäßige Zahlungen wohnen dürfen, ist Ausdruck eines elementaren Gewaltverhältnisses. Wer nicht oder zu wenig zahlt oder Vermieter*innen aus anderen Gründen ein Dorn im Auge ist, fliegt raus – zur Not durchgesetzt mit Hilfe der Staatsgewalt.
Die versteckte oder manchmal auch offene Drohung der Zwangsräumung – also der gewaltvollen Vertreibung aus dem eigenen Zuhause – führt dazu, dass Menschen sich dem Druck des Wohnungsmarktes beugen. Diese Angst führt häufig sogar so weit, dass Mieter*innen ihre Kündigung nicht anfechten, weil sie Angst haben, dass dieser Kampf chancenlos ist.
Gerade in München wirkt das Zusammenspiel von Wohnungsknappheit und staatlicher Übermacht so effektiv, dass es kaum zu tatsächlichen Räumungen kommt – im Normalfall verlassen Menschen, denen gekündigt wurde, ihr Zuhause ohne jeglichen Widerstand. Und so werden gerade in unserer Stadt Vermieter*innen immer reicher und dreister.
Dagegen müssen wir uns wehren – und können von Initiativen aus anderen Städten lernen. Deshalb laden wir am 28.02. herzlich zu Austausch und Diskussion ins Kafe Marat ein.
Gäste sind das Bündnis „Zwangsräumungen verhindern“ aus Bremen und Wien. Wir freuen uns auf ihre Analysen und Perspektiven und ob/wie sie auf unsere Stadt übertragbar sind – und sind auch gespannt auf eure Ideen, wie wir gegen Vermieter*innen und diese scheiß Verhältnisse Widerstand leisten können!
Uns glangts! Schnauze voll! Faxen dicke!
Wohnen darf kein Luxus sein. Wohnen ist Grundrecht. Uns gehört die Stadt!
Kommt am Samstag, den 28.02.2026 ins Kafe Marat in der Thalkirchnerstraße 102,
offen ab 20:00 Uhr, Vortragsbeginn 20:30 Uhr
Es gibt wie immer veganes Essen und kühle Getränke, für musikalisches Programm danach ist gesorgt.