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Antifa-Café: Das Deutsche Demokratische Reich (Volker Weiß)

18. März @ 20:00 - 23:30

Geschichtskonstruktionen der extremen Rechten

»Linke Nazis«, »geistiger Bürgerkrieg« und das »Deutsche Demokratische Reich« – mit provokanten Begriffen inszeniert die Neue Rechte ihren gegenwärtigen Kampf um die Deutungshoheit. In seiner Analyse „Das Deutsche Demokratische Reich“ (Klett-Cotta 2025) zeigt Historiker und Journalist Volker Weiß, wie Geschichte und Sprache von rechts vereinnahmt und uminterpretiert werden.

Anhand von Fallbeispielen arbeitet er unter anderem Überschneidungen zwischen der russischen Geschichtspolitik und der extremen Rechten in Deutschland in ihren teils widersprüchlichen Einstellungen zum Ukraine-Krieg heraus. Auch die sich wiederholenden Versuche der AfD, die NS-Geschichte zu verzerren und den Nationalsozialismus als eine linke Bewegung umzudeuten, geraten in den Blick. Weiß widmet sich zudem dem Umgang der neurechten Szene mit der DDR-Geschichte und ihrer Strategie, sich Teilerzählungen wie die über die DDR-Opposition anzueignen und die sich derzeit entfaltende Ostidentität rechts zu besetzen.

Volker Weiß ist Historiker und gilt als einer der profiliertesten Kenner der neurechten Szene in Deutschland. Sein Buch „Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“ gilt als Standardwerk zum Thema.

Essen und Bar ab 20 Uhr, der Vortrag beginnt um 20:30 Uhr.

Details

  • Datum: 18. März
  • Zeit:
    20:00 - 23:30