Straßenfest

Das Wetter sieht gut aus, das Straßenfest findet statt. Kommt vorbei!

Thalkirchnerstraße, Ecke Zenettistraße.

Fr. 08.07. Kein Freitagskafe aber:

Am Freitag brauchen wir die Räume für die letzten Vorbereitungen für’s Straßenfest am Samstag. Das Freitagskafe findet deshalb ausnahmsweise nicht statt.

Das ist für euch aber nicht tragisch. Nach laaaaanger Schließung öffnen nämlich am Freitag unsere Friends vom Kafe Kult in Oberföhring endlich wieder ihren Laden und feiern das mit einer Show von Infanz Sanchos, Ponys auf Pump und KMAT. Wenn ihr lange nicht mehr da wart oder vielleicht sogar noch nie, solltet ihr euch die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Infos und Anreise findet ihr hier: Infant Sanchos + Ponys auf Pump + KMAT

Und wir sehen uns am Samstag!

Do. 07.07. Antifa-Café: Einführung in die Kritik des Nationalismus (Thorsten Mense)

Rechtspopulistische und neofaschistische Parteien feiern global Wahlerfolge, Großbritannien ist aus der EU ausgetreten, Katalonien will endlich auch als Nation anerkannt werden und überall in Europa werden wieder Grenzzäune und Mauern hochgezogen. Auch in der Pandemie wurde ein weiteres Mal gezeigt, dass die vielgeforderte Solidarität nur bis zu den Grenzen des eigenen Nationalstaates reicht. Ein Blick in die Nachrichten verbannt die Idee des Kosmopolitismus täglich aufs Neue ins Reich der Utopie.

,Der Nationalismus ist zurück‘, heißt es jedesmal, wenn er irgendwo wieder offen in Erscheinung tritt. Aber war er je weg? Was ist Nationalismus überhaupt? Und was bringt die Menschen im globalisierten 21. Jahrhundert dazu, für ihre Nation zu arbeiten, zu sterben, und ihre »Identität« darauf aufzubauen? In dem einführenden Vortrag wird Nationalismus als Ideologie in Zusammenhang mit Demokratie, Herrschaft und der kapitalistischen Moderne gesetzt. Es werden die ideologischen Funktionen von Nationalismus und nationaler Identität als Erklärungs- und Rechtfertigungsmuster aufgezeigt, um ihrer anhaltenden Wirkmächtigkeit auf die Spur zu kommen – und die Frage nach Gegenstrategien stellen zu können.

Thorsten Mense ist Soziologe, freier Autor und Journalist (u.a. für Jungle World und Konkret). 2016 erschien von ihm das Buch Kritik des Nationalismus in der Reihe theorie.org (Schmetterling-Verlag). Er ist Mitglied im Forum für kritische Rechtsextremismusforschung (FKR) in Leipzig.

Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr

Bitte kommt getestet

Sa. 09.07. Straßenfest

Dieses Jahr erwartet euch am 9.Juli endlich mal wieder ein Straßenfest.

In einer so teuren Stadt wie München und in einer Gegend wie dem Schlachthofviertel, das sich immer weniger Menschen leisten können, wollen wir mit einem unkommerziellen Fest im öffentlichen Raum einen Gegenpol zu dieser Entwicklung darstellen. Um 13 Uhr geht es los mit (Live-)Musik, Essen und Trinken, Kinderbetreuung und Infos über coole Projekte in München.

Von 13 bis 21 Uhr in der Zenettistraße Ecke, Thalkirchnerstraße. Bei schlechtem Wetter am 23.Juli.

Mi. 22.06. Antifa-Café: Einführung in die materialistische Staatskritik

Staatsfragen (Moritz Zeiler)

Die Analysen des Staates gehen in der Linken weit auseinander. Das Spektrum der Interpretationen reicht von der Idealisierung bis zur Dämonisierung, von der Übernahme des Staates bis zu seiner Abschaffung. Während der Staat für die einen als Garant des Allgemeinwohls gilt, betrachten ihn andere als das Instrument der kapitalistischen Klassenherrschaft und wieder andere sehen in ihm das Terrain sozialer Kämpfe. In seiner Einführung präsentiert Moritz Zeiler die zentralen Thesen marxistischer Theorie zum Staat: Die fragmentarischen Überlegungen bei Marx und Engels, die instrumentelle Staatstheorie bei Lenin, die Hegemonietheorien des Westlichen Marxismus von Gramsci, Althusser und Poulantzas sowie die Analysen von Paschukanis zum Verhältnis von Warenform, Rechtsform und Staatsform und später daran anknüpfende Arbeiten von Agnoli, Hirsch, Holloway und anderen. Zuletzt wird diskutiert, dass die Linke kein Monopol auf die Kritik des Bürgerlichen Staates besitzt. Angriffe auf bürgerliche Rechte und parlamentarische Demokratie aus konservativen bis faschistischen Kreisen sind keine reinen Krisenphänomene, sondern stellen die Linke permanent vor Herausforderungen.

Moritz Zeiler hat Geschichte und Politikwissenschaften studiert und ist Mitglied der Gruppe associazione delle talpe. Veröffentlichung: Materialistische Staatskritik. Eine Einführung, Stuttgart 2017, Das Klima des Kapitals. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und Ökonomiekritik, Berlin 2022 (Herausgabe mit Valeria Bruschi) sowie zusammen mit associazione delle talpe Herausgabe der Textsammlungen Staatsfragen. Einführungen in die materialistische Staatskritik, Berlin 2009 sowie Maulwurfsarbeit I-V, Berlin/Bremen 2010-2020.

Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr

 

Fr. 17.06. Antifa-Recherche-Soliversteigerung

Es ist wieder soweit! Am Freitag, den 17.6.2022, ab 20:00 Uhr, laden wir euch alle zur großen Benefiz-Versteigerung zugunsten des a.i.d.a.-Archivs ins Kafe Marat ein. Die Erlöse fließen zu 100% an die „Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München“, die nun schon seit mehr als 30 Jahren zur extremen Rechten in ganz Bayern recherchiert, Materialien sammelt und publiziert.

Während Corona habt ihr euch was Cooles angeschafft, das ihr nun nicht mehr braucht? Bringt es mit und wir versteigern es für den guten Zweck!
Natürlich haben wir für euch auch schon ein paar Schmankerl zum Ersteigern organisiert.
Wenn ihr also Omas Goldschmuck oder andere Schätze aus eurem Keller loswerden wollt, packt sie am Freitag, den 17.6.2022, in eure Tasche, kommt ins Kafe Marat und lasst sie zur Unterstützung antifaschistischer Recherche verscherbeln!

Zum ersten, zum zweiten, uuuund… verkauft! Wir sehen uns!

Fr. 03.06. Szene Putzn

Am Freitag erwartet euch wieder ein Konzert. Diesmal mit:

Szene Putzn (Trash-Punk, Wien)
Feinster feministischer Trashpunk mit Synthie aus Vienna.

Dazu gibt’s was schmackhaftes zu Essen und alles was dazugehört.

Offen ab 20 Uhr

Bitte kommt getestet

Mi. 18.05. Antifa-Café

Nach langer Pandemiepause legt das Antifa-Café einen Neustart hin. Mit einer Reihe zu Basics linker Gesellschaftskritik, wollen wir eine notwendige theoretische Debatte über aktuelle gesellschaftliche Probleme wieder anstoßen und uns gemeinsam über grundlegende Begriffe und Konzepte linker Theorie und Praxis verständigen. In der zweiten Veranstaltung spricht Mathias Wörsching über Faschismus:

Das Wort „Faschismus“ wird in Alltagsgesprächen und Debatten ziemlich oft benutzt, um einen Vorwurf oder eine Kritik auszudrücken, und zwar quer durch das politische Spektrum. Meistens ist es nur ein inhaltsleerer Kampfbegriff, ein Schimpfwort.
Bei der Veranstaltung geht es darum, wie der Begriff aus einer linken, antifaschistischen Sicht sinnvoll verstanden und verwendet werden kann: als Hilfsmittel, um bedrohliche Entwicklungen in der Gesellschaft ein bisschen besser zu begreifen. Dazu schauen wir uns auch einige Grundgedanken verschiedener Faschismustheorien an.

Veranstaltung mit Mathias Wörsching (Berlin), Geschichts- und Politikwissenschaftler, Betreiber der Internetseite faschismustheorie.de und Autor des Buches „Faschismustheorien – Überblick und Einführung“ (2020).

Offen ist ab 20 Uhr, der Vortrag startet pünktlich um 21 Uhr. Bitte kommt getestet.