18.7./19.7. Freitagskafe-Fest 2014


Freitag:
We Will Fly (HC/Punk, Ber­lin)

Melodischer Hardcore aus Berlin im Kampf für das Gute.

Power (HC/Punk, Kiel)

…machen Hardcore und Punk und ihrem Namen alle Ehre.

Di­s­cu­re (Crust/HC, Wien)

Beisswütiger Crust/Hardcore/Punk aus Wien.

Irish Hand­cuffs (Pop­punk, Re­gensb.)

Drei-Akkorde-Poppunk aus Regensburg.

Ka­chel (Old­school HC) 


Wirklich ganz, ganz reizender Oldschoolhardcore.

Samstag:
Youth Avo­iders (Punk, Paris)

Aktuell wohl eine der besten französischen Punkbands. 80er lassen grüßen.

Kitt Wol­ken­flit­zer (Punk,Ol­den­burg)

Punk im Stile von Kaput Krauts, Disco//Oslo oder frühen Turbostaat.

I Re­fu­se (Punk, BaWü)

Melancholischer deutschsprachiger Hardcorepunk.

Franz Stro­suk (Crust­punk, Graz)

Derber Crustpunk ohne Schnörkel aus Graz.

Salsa Shark (Pop­punk, Mün­chen)
Jung­ge­blie­be­ner Pop-Punk, ri­sing from the ashes of Grizz­ly Tours.
Ab 11 Uhr: Veganer Brunch, danach Workshops (z.B. Siebruck), Lesung usw.

Do. 17.07. ein Abend mit dem Alerta! Network München: Casa Pound – Mus­so­li­nis Erben

Casa Pound ist der Name eines im Römer Bahnhofsviertel gelegenen, von rechten Aktivist_innen besetzen Hauses und gleichzeitig eine seit zehn Jahren existierende rechtspopulistische Bewegung, die ihre Wurzeln im historischen Faschismus Mussolinis sieht und diesem einen modernen und ansprechenden Anstrich geben will.
Das besetzte Haus und seine Filialen in ganz Italien sind nicht nur Anlaufstelle der italienischen extremen Rechten und Infrastruktur einer europaweiten Vernetzung , sondern auch neofaschistisches Kulturzentrum. Im Haus finden sich Veranstaltungsräume, Proberäume für Bands, Druckereien, Trainingsräume, ein Pub und der Shop des eigenen Mode-Labels.
Dies spiegelt den Anspruch der Neofaschist_innen an ihre eigene Bewegung wider, die auf einen unpolitische Fassade und das Andocken an bereits bestehende jugendliche Subkulturen als niedrigschwelliges Angebot setzt. Es wird konsequent mit einen subkulturellen Anstrich abseits des negativen Images des gröllenden und saufenden Nazi-Hools sowie einer modernen faschistischen corporate identity gearbeitet. Die Neofaschisten von Casa Pound sind dafür bestens mit der Musikszene oder auch manchen Ultras; für uns besonders interessant; vernetzt. Ästhetik und Stil spielen eine große Rolle und sollen faschistische Symbolik populär machen.
Ein umfassendes und Gemeinschaftsgefühl stiftendes Freizeitangebot für Jugendliche, große Präsenz im Internet und auf der Straße, umfangreiche propagandistische Tätigkeit, eine sehr aktive und erfolgreiche Schüler- und Studentenorganisation, das Besetzen eigentlich linker Themen, tatkräftige Hilfe nach Naturkatastrophen und soziales Engagement bringen der Casa Pound durchaus Sympathien in der Bevölkerung. Dabei macht die Bewegung keinen Hehl aus ihrer faschistischen Einstellung und Politik. Auch wenn man sich öffentlich von dem rassistische Mörder Gianluca Casseri distanzierte, der im Dezember 2011 in Florenz zwei Menschen erschossen hat, hatte dieser seine ideologischen Wurzeln bei Casa Pound. Trotzdem ist Casa Pound in der italienischen Gesellschaft angekommen und versucht zumindest temporär und im kleinen den Staat zu ersetzen. Ihr Erfolg macht sie zum Vorbild für rechtsextreme Gruppen europaweit.
Heiko Koch hat für sein vor kurzem beim Unrast Verlag erschienenes Buch Casa Pound Italia: Mussolinis Erben umfangreich recherchiert. Er war vor Ort und hat mit Aktivist_innen gesprochen, Antifa-Gruppen und Expert_innen getroffen, die Biografien der Protagonist_innen durchleuchtet und unzähliges Material gesichtet. Dabei hat er hinter die schicke Fassade der Casa Pound blicken können.
Wir freuen uns, dass er uns im Rahmen eines Vortrages an diesen Einblicken über eine nicht unerhebliche und bisher in Deutschland nicht sehr beachtete neofaschistische Bewegung teilhaben lässt und wollen Euch dazu herzlich einladen.

Freut Euch auf italienische Köstlichkeiten vom Fußball-Kulinariat, italienischen Ska, Kaffee, Vino und Getränke-Specials.

Doors open: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

Di. 08.07. Autonomads + Braindead


Autonomads (Dub-Punk, Manchester)
Die Band aus der Squatter-Szene der nordenglischen Stadt Manchester schlägt musikalische Brücken zwischen Dub, Punk und Ska. Mal wütend, mal tanzbar, mal relaxt.
Braindead (Skacore, Hamburg)
Tourfreudiges Dreiergespann aus Hamburg. Braindead entfachen ein Feuerwerk aus Punk, Dub, Reggae und Ska.

Do. 10.07. Hip Hop Cafe Special

Hip Hop Cafe Special mit Densn & Luca, Nino el Dino, L-One, Denning Crime & Zip Zap.
Außerdem: Freestyle Session, Afterparty und 3-Gänge Menü

Sa. 05.07. Umsonstflohmarkt

Im Rah­men der Frei­raum­ta­ge lädt der In­fo­la­den im In­nen­hof des Kafe Ma­rat zum Um­sonst­floh­markt bei Kaffee und Limo. Ihr seid herz­lich dazu ein­ge­la­den, selbst einen Stand zu ma­chen oder ein­fach nur zu stö­bern. Zeit­gleich fin­den übrigens auch die Hof­loh­märk­te im Schlacht­hof-​ und Drei­müh­len­vier­tel statt. Im An­schluß be­steht die Mög­lich­keit zum Auf­takt des Kon­vois in die nahegelegene Ze­net­ti­stra­ße 12 zu gehen.

Fr. 04.07. Riot Brigade + Nakam

Riot Brigade (Hardcorepunk, BaWü)
Hardcore-Punk mit Ansage. Eine der allerletzten Shows. Antifa.Punk.Go!
Nakam (Hardcore, Tübingen)
Nakam heißt Rache. Brachialer Hardcore mit Leuten von Nihil Baxter, Hysterese und Derby Dolls.

Offen ab 20 Uhr

Do. 03.07. Antifa-Café auf Olga

Im Rahmen der Freiraum-Tage findet das Antifa-Café am Donnerstag, den 3. Juli ausnahmsweise nicht im Kafe Marat sondern auf Stattpark Olga statt. Als Gäste begrüßen wir diesmal Leute aus dem Solikollektiv für Josef.
Der Antifaschist sitzt seit den Protesten gegen den extrem rechten „Akademiker-Ball“ in Wien am 24. Januar in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung drohen ihm 5 Jahre Knast. Die gelinde gesagt, dürftige Beweislage und Aussagen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht deuten darauf hin, dass Josef aus politischen Gründen inhaftiert ist. An ihm soll offensichtlich ein Exempel statuiert werden. Neben Josef sitzen in Wien mittlerweile noch weiterere Antifas in Untersuchungshaft.
In dem Vortrag geht es neben Fragen der Solidaritätsarbeit um Hintergründe der aktuellen repressiven Kampagne gegen Antifas.
Außerdem erwarten euch wie immer Musik, gutes Essen und kühle Getränke.
20 Uhr Stattpark Olga, Aschauerstr. 34