Fr. 03.11.: Teryky + Migraine Attack + Miserere

Teryky (Blackened Postmetal, Hamburg)
„Ruhige Passagen bauen Atmosphäre auf, die vom unvermeidlichen Blastbeat-Geholze zersägt wird.“

Migraine Attack (Punk/Powerviolence, München)
„Angry powerviolence against Germany, patriarchy and CDU poster boys. A raging rollercoaster between headache, nausea and blast beats on 220bpm“

Miserere (Postmetal/Sludge, Regensburg)

 

Vor dem Konzert findet ein Mobivortrag zu den Protesten gegen die 100-Jahres-Feier der Interpol in Wien statt, der gegen 20 Uhr beginnen wird.

Do. 02.11.: Antifa-Café: Hans-Jürgen Krahl und sein antiautoritärer Marxismus

Mit Meike Gerber, Emanuel Kapfinger und Julian Volz.

Sich heute mit Hans-Jürgen Krahl auseinanderzusetzen, bedeutet die Annäherung an eine Person, um die sich viele Mythen ranken und deren Theorien dennoch zu großen Teilen vergessen wurden. Dabei gab es um 1968 wenige, die den Versuch einer „historisch angemessenen Vermittlung von Theorie und Praxis“ derart intensiv betrieben haben wie er.

Als einer der Theorieköpfe von ‘68 stellte er sich nicht nur entschieden gegen eine autoritäre Wende der Studierendenbewegung, sondern setzte ihr auch ein Modell antiautoritärer Emanzipation entgegen. Der Lieblingsschüler Adornos debattierte mit den Intellektuellen der sogenannten Frankfurter Schule auf Augenhöhe und arbeitete an einer eigenständigen Weiterentwicklung der Kritischen Theorie. Trotzdem – oder deswegen? – richteten sich nach Krahls frühem Tod mit 27 Jahren die verschiedensten Vorwürfe gegen ihn: eines repressiven Leninismus ebenso wie eines antiautoritären Spontaneismus; einer unredlichen Hinwendung der Kritischen Theorie zur Praxis ebenso wie eines praxisfernen Hegelianismus. Dies könnte erklären, warum sein Werk heute weitgehend ungelesen ist.

Die Referent*innen werden an dem Abend zunächst die Person Krahl und seine Rolle in der Studentenbewegung vorstellen und anschließend näher auf folgende Themen Krahls eingehen: sein Verhältnis zur Frauenbewegung, seine Klassenanalyse, die Vermittlung von Theorie und Praxis und seine Ideen zur revolutionären Organisation. Dabei werden sie auch Überlegungen anstellen, warum die Auseinandersetzung mit Krahl für die Linke heute wichtig und fruchtbar ist.

Meike Gerber, Emanuel Kapfinger und Julian Volz haben 2022 im mandelbaum Verlag den Sammelband „Für Hans-Jürgen Krahl. Beiträge zu seinem antiautoritären Marxismus“, herausgegeben, der erstmals in Buchform Zugänge zu Krahl aus aktuellen Diskussionen heraus eröffnet.

Offen ab 20 Uhr, Beginn: 20:30 Uhr

In Kooperation mit

Mi. 01.11.: mach mit beim Freitagskafe! Offenes Treffen

Das Freitagskafe schmeißt den Freitag im selbstverwalteten Kulturzentrum Kafe Marat. Wir organisieren unkommerzielle Konzerte, Parties und mehr. Wenn du Lust hast das Programm mitzugestalten, zu kochen oder dich sonstwie einzubringen, komm vorbei.

Unser offenes Treffen ist jeden 1. Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr im Kafe Marat. Wir freuen uns über neue Leute!

Fr. 27.10.: Lovataraxx + GrGr

Lovataraxx (Coldwave, Lyon)
Lovataraxx is a cold wave and minimal synth duo spinning its web for more than five years and taking us to familiar places with their be witching melodies. They bring a personal touch to the darkwave pool, creating minimal and impulsive beats, or more danceable rhythms, softened by hypnotical and lethal voices.  

GrGr (8-Bit/Wave/Punk, München)
GrGR lets the ecstasy take over your head, ears and dancing legs. After all, sometimes the best way to deal with the powerlessness you feel is with ecstatic dissolution of boundaries.

Doors: 8pm

Mi. 25.10.: Law & borders. Discussion on the current situation at the greek borders and the rise of fascism in europe.

Greece is part of the passage for migrants and refugees that are moving from east to west. There is a massive increase of racist activity at the borders, cities and public discussion, a situation that expresses the rise of fascist forces extending far beyond Greece’s borders.
In addition to pushbacks in the Aegean Sea, evictions of squats and police violence, this can be seen, for example, in the racist manhunt that people organized against refugees whom they arbitrarily blamed for forest fires. Because these attacks are covered and supported by the state, it is extremely difficult for people to oppose them without being accused or hunted down themselves. We want to start a discussion because we are extremely concerned about the situation. Not only because the situation rarely finds its way into the European media: We believe that this is not a problem of the south, but rather a problem that affects all europe. We want to discuss how fascism is becoming a new reality by establishing its presence in every aspect of our lives, from politics to our everyday lives.

The discussion will be held in English. Feel free to ask for a whispered translation.

open: 20:00 / discussion: 20:30

Fr. 13.10.: Frachter + War

Frachter (Punk, Weimar)
Post-Punk der die glorreichen alten Tage von Muff Potter und …But Alive im Hier und Jetzt fortschreibt. Deutschsprachiger Emopunk mit einer Klasse, wie sie heutzutage selten geworden ist.

War (Doomgaze, Leipzig)
Neues Doomgaze-Projekt aus Leipzig

Offen ab 20 Uhr! Konzert startet gegen 21 Uhr.

Fr. 06.10.: Chalkhands + Seeking + Beach Church

Corechaos proudly presents:

CHALK HANDS (Post-Rock/Screamo, UK)
„The four-piece from Brighton makes self-proclaimed loud sad songs that pitch and toss between Post-Rock and Screamo, chaos and calm with a hint of subtle, eclectic Math-Rock.“

SEEKING (heavy Shoegaze, AT)
„Seeking is a heavy Shoegaze band from Linz, Austria, that fuse moody, atmospheric guitarsounds with emotional, highly faceted vocals and driving drum parts.“

BEACH CHURCH (Post-Midwest Emo, München/Berlin)
„Emerging from Munich’s very own Post-Hardcore bands Oakhands and We Too, Will Fade, Beach Church take a refreshingly dissident turn on (real fake?) emo.“

doors 20h

Do. 05.10: Antifa-Café: 1 Jahr feministische Revolution im Iran (Mina Khani)

Vor etwas mehr als einem Jahr wurde Jina Mahsa Amini von der iranischen Sittenpolizei ermordet. Ihr Tod löste wütende Proteste aus, die, ausgehend von den kurdischen Gebieten, bald nahezu das gesamte Land erfassten und von breiten Teilen der Gesellschaft getragen wurden. Der Slogan „Frau, Leben, Freiheit“ stand nicht allein für einen Aufstand gegen den Staat, sondern auch für ein revolutionäres Aufbegehren gegen gesellschaftliche Machtverhältnisse, insbesondere die Herrschaft des Patriarchats. Die Hoffnung auf ein Ende des Regimes war groß – dieses reagierte mit extremer Gewalt und Repression. Während die internationale Aufmerksamkeit abgeflaut ist, ist die feministische Revolution nicht am Ende.
Mit der Publizistin und Künstlerin Mina Khani wollen wir Einblicke in eine für uns unübersichtliche Situation gewinnen: Wie ist die Situation heute? Was macht die iranische Exil-Opposition? Welche Rolle spielt die sogenannte internationale Gemeinschaft – und, nicht zuletzt, was kann die Rolle von solidarischen Linken hierzulande sein?

Offen ab 20 Uhr, Vortrag: 20:30 Uhr

In Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein.

Fr. 22.09. Astio + Triebe

Das Freitagskafe meldet sich zurück aus der Sommerpause:

Astio (Postpunk, Trento)

Astio ist eine neue Band aus Trento in Norditalien, die aus Mitgliedern von Left in Ruins, Impulso, Tuono und vielen anderen besteht. Wie Agipunk Records verspricht, „liefert diese brandneue Combo etwas, das weit entfernt ist vom gewohnten schnellen/crusty/oldschooligem Lärm. Tatsächlich ist dies total eingängiger Peace/Post-Punk, gesungen auf Italienisch mit einem Hauch von Saxophon hier und da. Man stelle sich vor, die Wipers spielen Gang Of Four (oder umgekehrt), nachdem sie den ganzen Tag Chain Cult gehört haben.“

Triebe (Noisepunk, München)

DIY-Noisepunk/VJ-Projekt aus Deutschlands schmierigster Stadt.

Offen ab 20 Uhr

Mo. 11.09.: 50 Jahre nach dem Militärputsch in Chile

A 50 años del golpe militar en Chile, todavía vivimos.

Vor 50 Jahren putschte das Militär in Chile. Es folgten 17 Jahre der durch Staatsterror und neoliberale Umstrukturierungsmaßnahmen geprägten Militärdiktatur unter Augusto Pinochet.

An diesem Abend soll an den Putsch erinnert werden aber auch an Gegenwehr, Solidarität und widerständige Kultur.

Es erwarten euch Live-Musik und ein Gespräch mit Alvaro Vidal Perez.

Dazu gibt es chilenisches veganes und vegetarisches Essen.

Die Veranstaltung wird organisiert von Beyond Color.

Ab 18:30 Uhr